Stiftungswesen in Österreich – Es gibt reichlich Luft nach oben

Insgesamt eine halbe Milliarde wurde in Österreich 2014 gespendet. Dabei gibt es beim gemeinnützigen Stiften beispielsweise noch reichlich Luft nach oben.

Im internationalen Vergleich ist die Alpenrepublik damit Schlusslicht.

Vielen ist das ein Dorn im Auge – unter anderen Reinhold Mitterlehner und Harald Mahrer von der ÖVP; Letzterer möchte „die Spendentradition der Österreicher für Wissenschaft und Forschung wiederbeleben“, wie er sagt. Mit ihrer Gesetzesnovelle, die mit Beginn 2016 in Kraft trat, sollte das Gründen einer gemeinnützigen Stiftung jetzt so einfach wie das Gründen eines Vereins sein – inklusive steuerrechtlicher Anreize.

Gut, dass man mit Reformen begonnen hat, sind doch prominente Wohltäter wie Heidi Horten mit ihrer Helmut-Horten-Stiftung – und dem viert- größten Vermögen in Österreich – in die Schweiz abgewandert. Das tat übrigens auch Peter Pühringer mit seiner POK Pühringer Privatstiftung.

2014 spendeten die Amerikaner mit Abstand am meisten. Philanthropie gehört in den USA offensichtlich „zum guten Ton“; so hat zum Beispiel Tech-Unternehmer Mark Zuckerberg sich schon vor Längerem „The Giving Pledge“, einer philanthropischen Kampagne von Micro- soft-Gründer Bill Gates, angeschlossen. Ende letzten Jahres hat er überdies unter großem Getöse angekändigt, 45 Mrd. US-$ respektive 99 Prozent seiner Facebook-Aktienanteile zu spenden.

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