AUS GÄSTEN EIGENTÜMER MACHEN

Die Hotelgruppe Falkensteiner bietet ihren Gästen nicht nur einen abwechslungsreichen Urlaub im gehobenen Segment, sondern seit Neuestem auch die Möglichkeit, über Crowdinvesting in die Residenzen zu investieren.

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Dass sie einmal mehr wollen, stand für Maria und Josef Falkensteiner bereits fest, als sie vor über 60 Jahren im Südtiroler Ehrenburg eine kleine Pension mit sieben Betten eröffneten. Der große Traum sollte sich alsbald erfüllen – heute zählt die Falkensteiner Hotelgruppe nicht nur bloß ein einzelnes Hotel in Südtirol, sondern umfasst 26 Hotel- und drei Apartmentanlagen im Vier- bis Fünf-Sterne-Segment sowie einen Premium-Campingplatz in Österreich, Italien, Kroatien, Tschechien, Montenegro, Serbien und der Slowakei. Die einst sieben Betten wuchsen über die Jahre auf 4.500 Zimmer an, mittlerweile sind im Schnitt (mit saisonalen Schwankungen) 2.000 Mitarbeiter bei der Hotelgruppe beschäftigt.

Für die Gäste der Luxushotels bietet Falkensteiner verschiedenste Urlaubsangebote an: So können Familien im Premium Collection Family Resort Capo Boi auf Sardinien einen Strandurlaub verbringen oder im Falkensteiner Club Funimation in Katschberg in Kärnten auf 1.600 Metern Höhe Skiurlaub machen. Wiederum ein anderes Konzept verfolgt das Hotel Falkensteiner Balance Resort Stegersbach, in dem nur Erwachsene erlaubt sind, die somit eine entspannte Zeit ohne Kinder verbringen können. Ob also Strand, Berge und Schnee, Wellness, Aktivurlaub oder ein Kulturtrip in eine europäische Hauptstadt: Falkensteiner baut seit Jahren seine Angebote für die Gäste aus – und das mit Erfolg: Der Jahresumsatz 2019 wird geschätzt 180 Millionen € betragen.

Otmar Michaeler
... absolvierte das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. 1995 gründete er die Tourismus-Unternehmensberatung Michaeler & Partner, seit 2000 ist er als geschäftsführender Gesellschafter der Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) tätig.

Hinter all dem Erfolg steckt ein Grundgedanke, der seit jeher von der Familie Falkensteiner gelebt wird und welcher die zweite Generation – Erich und Andreas Falkensteiner – dazu brauchte, das Familienunternehmen nach dem Tod des Vaters 1978 mit damals nur 20 Jahren zu übernehmen: Denn Falkensteiner will nicht nur ein Hotel bauen, sondern ein Zuhause für seine Gäste schaffen und darüber hinaus Südtiroler Bodenständigkeit, Herzlichkeit und Lebensfreude vermitteln. Dabei spielen stets auch die hohen Qualitätsansprüche von Maria Falkensteiner an den Service sowie alle weiteren Dienstleistungen in den Hotels eine große Rolle. Erst dieses Jahr wurde das Hotel Adriana in Kroatien mit dem „TUI Quality Champion“-Preis 2019 ausgezeichnet; eine Auszeichnung, die von den Gästen selbst vergeben wird. Dass sich die Falkensteiner Hotelgruppe zu den erfolgreichsten familiengeführten Ferienhotelgruppen in Mitteleuropa entwickelt hat, liegt laut Erich Falkensteiner daran, dass man sich immer als Familienunternehmen verstanden habe und die Südtiroler Wurzeln nie vergessen wurden.

Otmar Michaeler, der seit 2000 neben den Falkensteiner-Brüdern Miteigentümer und CEO der Hotelgruppe ist und mit dem der erste Schritt Richtung Südosteuropa gewagt wurde: „Den Charme des Hotels kann man nur über eine gute Unternehmenskultur halten. Es ist auch die Aufgabe der Unternehmensleitung, dass wir das aktiv vorleben.“ 2019 zählten die Hotels und Residenzen 500.000 Besucher, über 30 % sind Stammgäste. „Wir weisen eine enorme gestützte Marktbekanntheit auf – ganze 89 %; in Südostösterreich sind es sogar
94 %“, so Michaeler, der in einer Unternehmerfamilie aufwuchs und für den bereits in seiner Kindheit feststand, dass auch er einmal selbstständig sein wollte. „Ursprünglich wollte ich Architektur studieren; das Baugeschäft und die Entwicklung von Hotels haben mich immer interessiert“, so Michaeler. Aus Architektur wurde schließlich jedoch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. Im Rahmen dessen stieß er in einem Seminar auf das Thema Beratung im Bereich Tourismus. Drei Jahre war er dann in der Innsbrucker Tourismusberatung Edinger tätig, bevor er 1995 mit Michaeler & Partner ein eigenes Beratungsunternehmen gründete.

Fünf Jahre später folgte der Wechsel zur Falkensteiner Hotelgruppe, welche 2006 in eine neue Konzernstruktur in Form einer Holding umgewandelt wurde: die Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG (FMTG). Seither erschloss die Gruppe die Märkte Serbien und Slowakei, zudem wurde nahe dem kroatischen Zadar die Falkensteiner Hotels & Residences Punta Skala, die größte Ferienanlage des Landes mit zwei Hotels und über 500 Apartments, gebaut. Weitere Hotels in Österreich und Italien folgten.

Anleger erhalten heute nichts mehr für ihr Geld auf dem Sparbuch, da ist unser Angebot eine sehr gute Alternative.

Um die Gäste aber noch enger an das Unternehmen zu binden und über das bloße Hotelerlebnis hinaus etwas bieten zu können, startete die FMTG zusammen mit der österreichischen Crowdfunding-Website Finnest.com eine Crowdinvesting-Kampagne, bei der Privatanleger ab einem Mindestinvestment von 1.000 € in die Hotelgruppe investieren können. „Es gibt zahlreiche Loyalitätsprogramme wie etwa Miles & More von der Lufthansa. Auch wir wollten die Kunden noch mehr in unser Unternehmen involvieren“, so Michaeler.

Die Laufzeit der Investition beträgt fünf Jahre, die Anleger erhalten dabei jährlich eine fixe Verzinsung von 4 %. Alternativ gibt Falkensteiner anstatt der Zinsen auch Übernachtungsgutscheine mit einem 50-%-­Bonus aus, sprich: Würde ein Investor 500 € an Zinsen erhalten, kann er diese auch gegen einen Hotelgutschein von 750 € eintauschen. Bereits 62 % der Anleger nutzen dieses Angebot.

Ab einem Investment von 5.000 € erhalten Anleger zusätzlich für fünf Jahre den „Gold Spirit Club“-Status, der sonst nur besonders treuen Gästen der Falkensteiner Hotelgruppe vorbehalten ist. Der Status umfasst diverse Sonderkonditionen wie etwa Zimmerupgrades nach Verfügbarkeit oder persönliche Präsente. Ab einer Anlagesumme von 10.000 € erhalten Investoren für fünf Jahre den Status der VIP-Klasse und werden in den „Diamond Spirit Club“ upgegradet. Zusätzlich zu den Angeboten des „Gold Spirit Club“-Status wird pro Jahr eine kostenlose Übernachtung gewährleistet, unabhängig davon, ob diese allein oder mit der Familie genutzt wird.

In die Hotelgruppe konnten bis dato aber aus rechtlichen Gründen nur Anleger aus Deutschland und Österreich investieren. Zusammen mit Finnest plant die FMTG jedoch, in Zukunft über Anleihen Investitionen aus ganz Europa zu ermöglichen. Gesteuert werden soll dies über die Bankenaufsicht in Luxemburg.

Die Crowdinvesting-Kampagne wurde zum durchschlagenden Erfolg: Insgesamt wurde in vier Tranchen eine Summe von 13,2 Millionen € eingenommen, im Durchschnitt pro Investor 13.000 €. Damit ist die Falkensteiner-Kampagne laut Angaben des Partners Finnest nicht nur die drittgrößte ihrer Art weltweit, sondern auch die größte in Europa. Einzig das australische Unternehmen Flow Hive, welches Hightech-Bienenstöcke vertreibt, sowie das 3-D-Laserdrucker-Unternehmen Glowforge aus Amerika konnten mit 25,5 Millionen € beziehungsweise 25,2 Millionen € Falkensteiner bezüglich der Investmenthöhe übertrumpfen.

Der Grund für das hohe Interesse liegt für Michaeler auf der Hand: „Die Finanzierbarkeit der Banken wird immer komplexer, das Kapital sucht sich seinen Weg. Anleger erhalten heute nichts mehr für ihr Geld auf dem Sparbuch, da ist unser Angebot mit einer Verzinsung von 4 % eine sehr gute Alternative.“

Den großen Erfolg hatten Michaeler und seine beiden Geschäftspartner Erich und Andreas Falkensteiner jedoch anfangs nicht erwartet, viel eher waren sie zu Projektbeginn skeptisch. „Wir hatten großen Respekt davor, denn es hätten Zweifel an uns aufkommen können – etwa: ‚Warum gehen sie nicht zu einer Bank, sind sie pleite?‘ Wir haben uns das lange überlegt“, erzählt Michaeler. Letzten Endes haben sie mit ihrer Entscheidung für Crowdinvesting dann aber ins Schwarze getroffen.

Mit der Kampagne verfolgen Michaeler und die Falkensteiners aber noch ein weiteres Ziel: Mit An­legern aus dem Finnest-Universum soll zusätzlich der eigene Kundenkreis erhöht werden. Derzeit kommen etwa 70 % der getätigten Investitionen von Falkensteiner-Kunden, 30 % aus dem Finnest-Pool. Mit dem gesamten Investment wird derzeit das erste Fünf-Sterne-Adults-Only-Hotel von Falkensteiner am Kronplatz in ­Südtirol (Fertigstellung 2020/21) gebaut, sowie auch ein Aktiv­hotel im Skigebiet Tofana (2021/22), Pre­miumapartments in Jesolo und ein Vier-Sterne-Hotel in Kalabrien (jeweils 2020) gebaut. Sorgfältiges Wachstum steht dabei im Mittelpunkt: „Bevor wir ein neues Hotel errichten, schauen wir, dass es sich gut in die Landschaft integriert, und gehen mit den Ressourcen schonend um“, so Michaeler.

Die Crowdinvesting-Kampagne reiht sich dabei in die seit 2018 verstärkt verfolgte strategische Markenpositionierung als führende inhabergeführte Ferienhotelgruppe in Mitteleuropa ein. Dafür setzt Michaeler auch in Zukunft auf Crowd­investing und legt weiterhin den Fokus auf das Wachstum in Zentral- und Osteuropa (CEE) sowie Südosteuropa (SEE). Dazu kommen weitere Projekte in Österreich, Deutschland und Italien. Als idealen Hotelstandort visiert die Falkensteiner-Gruppe verstärkt Ballungszentren an: „Wir setzen auf das Thema Autoreise. Der Kunde wird in Zukunft vermehrt Zug und Auto nutzen und weniger fliegen. Deshalb berücksichtigen wir die Einzugsgebiete – das Montafon etwa ist da ein sehr gutes Beispiel“, sagt Michaeler.

Was die Investitionen betrifft, besteht die Option, diese für den Anleger zu personalisieren: Bisher wurden sie in die gesamte Hotelgruppe getätigt, für die Zukunft kann sich Michaeler aber vorstellen, dass sich Investoren gezielt für ein bestimmtes Projekt entscheiden und dort zum Mitinhaber werden – und dafür zusätzliche Sonderkonditionen erhalten.

Seit der Gründung der kleinen Falkensteiner-Pension 1957 hat sich also einiges getan. Und ein Blick auf den derzeitigen Erfolg und die weiteren Pläne der Hotelgruppe lassen vermuten, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird – der Südtiroler Charme und der Slogan „Welcome Home“ werden aber trotz aller Investitionstätigkeiten das Herz des Unternehmens bleiben und auch in Zukunft die Gäste empfangen.

Text: Andrea Gläsemann
Fotos: David Višnjić

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